Das sind wir

Wie aus einem Basketballcamp langfristig Perspektiven entstehen

Im Sommer 2014 haben wir den Auftakt zu unserem Projekt gegeben. Wir sind mit 12 Münchner Kindern – allesamt Spieler:innen des Münchner Basketballvereins BC Hellenen – nach Bögöz gefahren, um dort ein Basketballcamp zu veranstalten. Die Münchner Kinder haben die Schüler von Bögöz trainiert, im Gegenzug haben die rumänischen Kinder den Besuchern ihr Land und ihre Kultur nähergebracht. Kinder aus unterschiedlichen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Hintergründen konnten so zueinander finden. Dabei sind nicht nur Freundschaften entstanden. Wir haben gemeinsam mit Sportler:innen und Sportlehrer:innen aus Bögöz und der Umgebung einen Basketballverein gegründet und einen Basketballcourt vor Ort gebaut. Heute trainieren 120 Kinder in 5 Teams.

Unsere Unterstützung ist damit noch lange nicht vorbei: Zusammen mit der örtlichen Schule und Kirche wollen wir ein Sport- und Kulturzentrum bauen. Dort sollen Kinder sportlich aktiv sein können, aber auch lernen und kulturelle Angebote wahrnehmen können.

Das beinhaltet unter anderem die Unterstützung der Schüler beim Erlernen der rumänischen Sprache. Ihre Muttersprache ist Ungarisch, für die höhere Bildung ist Rumänisch aber unerlässlich. Wir wollen eine schülergeleitete Nachhilfe einrichten, bei dem starke Schüler:innen denjenigen helfen, die Schwierigkeiten haben. Wir möchten ein monatliches Bewusstseinstraining etablieren, bei dem Expert:innen über Themen wie Gleichberechtigung, sexuelle Orientierung und Rassismus sprechen. Darüber hinaus hat Basketball Leben ein Kurssystem entwickelt, das die Einwohner:innen von Bögöz und Umgebung wieder mit ihren kulturellen Wurzeln verbindet: der Szekler-Kultur. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und hilft, ihr kulturelles Erbe anzunehmen und fortzuführen.

Jeder Schritt geschieht in Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort – unterstützt von großartigen Partnerorganisationen wie Laureus Sport for Good Foundation und The SOL Foundation. Aufgrund des gewachsenen Engagements haben wir uns 2021 beschlossen, dass Projekt in VALYOUNITY umzubenennen.

Was wir machen

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir verschiedene Maßnahmen entwickelt. Die Laureus Sport for Good Foundation hat uns dabei unterstützt, ein System zu entwickeln, mit dem wir den Erfolg dieser Maßnahmen dokumentieren können. Dies sind unsere Ziele:

Wir wollen das Sportangebot für Kinder und Jugendliche, die der Szekler-Minderheit angehören, erweitern.

Wir wollen möglichst vielen Szekler-Kindern die Gelegenheit geben, durch neue Aktivitäten ihre Fähigkeiten, Talenten und Leidenschaften zu entdecken.

Wir möchten die kulturelle Identität von Kindern und Jugendlichen aus der Szekler-Minderheit stärken.

Wir setzen uns für Vielfältigkeit unter den Teilnehmer:innen unserer Aktivitäten ein, um Gleichberechtigung zu gewährleisten.

Wir stärken Akzeptanz und Toleranz nicht nur innerhalb der Szekler-Minderheit, sondern auch zwischen der Szekler-Gemeinschaft und anderen Minderheiten.

Wir wollen die Zahl der Kinder und Jugendliche verringern, die nachmittags allein zu Hause bleiben und nicht beaufsichtigt werden.

Warum Sport

Basketball Leben ist 2014 aus einer so simplen wie verrückten Idee entstanden: Wir, vier Basketballerinnen aus München und Bögöz, wollten ein Basketballcamp für junge Spieler:innen in Rumänien veranstalten. Wenige Monate später haben wir den Plan in die Tat umgesetzt. Und weil das Camp schöner war, als wir es uns je hätten vorstellen können, sind wir im Jahr darauf wiedergekommen und haben den Bau eines Freiplatzes vor Ort unterstützt, der der dem Mangel an Sportstätten entgegenwirken sollte.

Seitdem ist das Programm stetig gewachsen. Heute trainieren 5 Teams in Bögöz und Umgebung. Im Sommer spielen sie auf dem Freiplatz, im Winter in einer Sporthalle im nahegelegenen Szekelyudvarhely.

Sport ist wichtig für die motorische, kognitive und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Studien haben gezeigt, dass Bewegung die Lernfähigkeit und das sozial-emotionale Wohlbefinden von Kindern steigern kann. Für uns ist Sport aber mehr als ein Mittel zum Zweck. Sport prägt. Als Teil eines Teams lernt man früh, dass man viele Dinge nur gemeinsam schaffen kann. Man lernt Verantwortung zu übernehmen, zusammenzuhalten, respektvoll miteinander umzugehen, und tolerant zu sein. Man lernt, dass es egal ist, wo man herkommt oder welche Sprache man spricht. Was stattdessen zählt: Wie man sich auf dem Court verhält. Wie man füreinander einsteht. Und wie man gemeinsam für eine Sache kämpft.

Unsere Timeline

Unser Team

Sandy Lorenz

  • Executive Chief
  • Finance Associate
  • Vision Planning and Goal-Setting

Éva András

  • Project Manager
  • Field Coordinator

Miriam Storch

  • Programme Advisor

Nadine Samy

  • Research Associate
  • Policy Analyst
  • Monitoring and Evaluation

Katalina Farkas

  • Public Relation Manager

Irén Katona

  • Social Worker

Valts Rozentāls

  • Social Media Manager